Digitales Vernetzungstreffen: Völkische Ideologie und Lebensweise

Du engagierst Dich dort, wo demokratische Arbeit besonders wichtig und oft besonders herausfordernd ist, nämlich im ländlichen Raum? Du möchtest Infos, Workshops und Vernetzung mit anderen Engagierten aus dem ganzen Bundesgebiet?

Wir laden Dich herzlich zu unserem digitalen Vernetzungstreffen zum Thema „Völkische Ideologie und Lebensweise“ am 02. und 03. Dezember, jeweils von 16.00 - 18.00 Uhr, ein.

Die völkische Ideologie ist kein rein historisches Phänomen. Sie prägt bis heute Teile der rechtsextremen Szene und findet sich in unterschiedlichen politischen, sozialen und auch esoterisch-verschwörerischen Gruppen. Im Zentrum stehen Vorstellungen von „Volk“, Abstammung und Zugehörigkeit, die Menschen aufgrund zugeschriebener Herkunft oder Identität unterschiedlich bewerten und damit grundlegenden Prinzipien von Menschenwürde und Menschenrechten widersprechen.

Besonders in ländlichen Räumen versuchen völkische und rechtsextreme Akteur*innen, gesellschaftlichen Einfluss und Räume zu gewinnen – etwa durch politisches Engagement, Vereinsarbeit oder die Beteiligung am Dorfleben. Für Menschen, die sich vor Ort für Demokratie und eine offene Gesellschaft einsetzen, ist es deshalb wichtig, solche Ideologien und ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen erkennen und einordnen zu können. Genau hier setzt unser Vernetzungstreffen an.

In unserem Treffen klären wir über die verschiedenen Facetten völkischer Lebensweise und Ideologie auf und stellen vor, wie besonders in ländlichen Räumen rechtsextreme Raumnahme durch völkische Gruppen und Akteur*innen vorangetrieben wird. In ihrer Keynote wird Andrea Röpke eine Einführung zu völkischer Lebensweise und Ideologie geben. Am zweiten Tag wird das Thema in vier Workshops vertieft . Es werden zu unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten praxisnahe Handlungsmöglichkeiten der Zivilgesellschaft vorgestellt und mit anderen Engagierten und Expert*innen diskutiert.


Was euch erwartet:

Tag 1 (02.12., 16.00-18.00 Uhr)

  • Begrüßung von Timo Reinfrank (Vorstand der Amadeu Antonio Stiftung) 
  • Auftakt und Keynote “Völkische Ideologie und Lebensweise” mit Andrea Röpke 
  • Gemeinsame Diskussion und Austausch 


Tag 2 (03.12., 16.00-18.00 Uhr)

parallel stattfindende Workshops:

  • Workshop I: Umgang mit völkischer Ideologie in der Nachbarschaft (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Angermünde, demos Brandenburg)
    In deinem Dorf hat im Sommer der Sturmvogel ungestört ein Zeltlager abgehalten? Der Nachbar feiert jede Sonnenwendfeier lautstark auf seinem Hof? Ob wahrnehmbar oder subtil – völkische Landnahme hat verschiedene Facetten, auf die es diverse Formen zivilgesellschaftlicher Reaktionen geben kann. Unser Workshop bietet einen Raum, sich darüber zu informieren, zu diskutieren und sich gegenseitig zu bestärken.

  • Workshop II: Umgang mit rechtsextrem genutzten Immobilien – Strategien der rechtsextremen Raumnahme begegnen (Demos Westerwald e.V.)
    Infos folgen

  • Workshop III: Umgang mit völkischer Einflussnahme an Schulen (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus für Demokratie Niedersachsen)
    Völkische extreme Rechte agieren oft unauffällig, aber strategisch. Sie engagieren sich in Elternvereinen und versuchen schleichend, Einfluss auf das Schulleben zu nehmen. Schulen und Lehrkräfte sind häufig damit überfordert, diese Strömungen zu erkennen und einen pädagogischen Umgang damit zu finden.Der Workshop bietet allen Teilnehmer*innen die Möglichkeit, sich mit völkischer Einflussnahme an Schulen auseinanderzusetzen und konkrete Handlungsoptionen für Ihren Schulalltag zu entwickeln.

  • Workshop IV: Eigene Finanzierung sichern – Einführung ins Fundraising und Spenden sammeln (Förderverein für Jugendkultur und Zwischenmenschlichkeit Grimma e.V.) 
    Infos folgen

Gemeinsamer Abschluss

Die Anmeldung zur Veranstaltung ist kostenfrei. Wir möchten einen Raum schaffen, der Austausch, Solidarität und gegenseitige Stärkung in den Mittelpunkt stellt. 

Personen, die rechtsextremen Parteien oder Strukturen angehören oder in der Vergangenheit durch menschenfeindliche und diskriminierende Positionen aufgefallen sind, werden nicht zur Veranstaltung zugelassen.


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