Demokratie in Europa erhalten – Wege zu internationaler Zusammenarbeit gegen autoritäre Strömungen

Nicht nur in Deutschland, auch in vielen europäischen Ländern steht die demokratische Zivilgesellschaft unter Druck. Rechtspopulistische und rechtsextreme Kräfte streben autoritäre Regierungsformen an. Viele Vereine, Initiativen und Bündnisse engagieren sich für europäische und demokratische Werte, die Wahrung der Grundrechte, gesellschaftliche Teilhabe und Rechtsstaatlichkeit und sind deshalb für den Erhalt stabiler Demokratien unverzichtbar. In vielen europäischen Ländern werden sie deshalb zum Ziel von Anfeindungen und Delegitimierungsstrategien.

Die wenigsten deutschen Initiativen aus der Demokratiearbeit oder den sozialen Bereichen sind mit Partner*innen in anderen europäischen Feldern vernetzt, die in ähnlichen Feldern arbeiten und ähnliche Herausforderungen meistern müssen. Wie können zivilgesellschaftliche Organisationen über Ländergrenzen hinweg Erfahrungen teilen, voneinander profitieren und gemeinsam neue Handlungsspielräume schaffen? Welche transnationalen Netzwerke bestehen bereits und wie kann man daran teilhaben? Die Werkstatt bringt Engagierte aus Deutschland mit erfahrenen und bestens vernetzten Akteuren aus der Slowakei und der Ukraine zusammen.

Michal Klembara (Malý Berlín, Slowakei) und Mykhailo Glubokyi (Izolyatsia, Ukraine/Slowakei) geben Einblicke in die Arbeit demokratischer Zivilgesellschaft in Mittel- und Osteuropa und zeigen, welche Resilienzstrategien, Netzwerke und Formen transnationaler Zusammenarbeit sich in der Praxis bewährt haben. Gemeinsam wollen wir diskutieren, was sich daraus für die Demokratiearbeit in Deutschland lernen lässt – und vor allem den Blick nach vorn richten: Wie entstehen tragfähige europäische Partnerschaften? Wie wird aus einem ersten Kontakt eine gemeinsame Projektidee? Und welche Fördermöglichkeiten gibt es dafür auf EU-Ebene und bei anderen Stellen?

Die Teilnehmenden entwickeln im Rahmen des Seminars erste eigene Ideen für internationale Kontaktaufnahmen und bekommen neue Impulse für eine stärkere europäische Vernetzung.

Eingeladen sind Engagierte und Fachkräfte aus demokratischen zivilgesellschaftlichen Initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet, die ihre Arbeit europäischer denken und neue Partner*innen finden möchten.

Das Seminar findet auf Englisch ohne Dolmetschung statt, englische Sprachkenntnisse sind für die Teilnahme erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei, Reise- und Übernachtungskosten müssen selbst getragen werden.

Wurzen liegt in unmittelbarer Nähe zu Leipzig und ist vom Leipziger Hauptbahnhof aus per Regionalbahn oder S-Bahn in 20 bzw. in 40 Minuten gut zu erreichen. Für Teilnehmende, die einen längeren Anreiseweg haben, steht im Tagungshaus des Netzwerks für demokratische Kultur e.V. in Wurzen eine begrenzte Zahl von Übernachtungsmöglichkeiten in Einzel- und Mehrbettzimmern zur Verfügung, die zusätzlich kostenpflichtig gebucht werden können (70 EUR pro Nacht inkl. Frühstück). Bitte teilt uns euren Buchungswunsch parallel zur Veranstaltungsanmeldung hier unter ludwig.henne@ndk-wurzen.de mit.

Wann
13. November 2026 von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Ort
Domplatz 5 (Netzwerk für demokratische Kultur e.V.)
04808 Wurzen
Deutschland