Betroffene schützen, bedrohte Räume stärken: Verantwortung bündeln gegen Hassgewalt

Hassgewalt nimmt in Berlin zu. Das erleben der Schutzfonds und der Soforthilfefonds der Amadeu Antonio Stiftung in ihrer täglichen Arbeit mit Betroffenen, bedrohten Orten und zivilgesellschaftlichen Einrichtungen. Am 14. Oktober 2026 lädt die Amadeu Antonio Stiftung zur Fachveranstaltung „Betroffene schützen, bedrohte Räume stärken: Verantwortung bündeln gegen Hassgewalt“ in die Urania Berlin ein. Gemeinsam mit Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Sicherheitsbehörden, Strafverfolgung, Politik, Wissenschaft, Journalismus und Betroffenenperspektiven wollen wir darüber sprechen, was gesellschaftlich, politisch und institutionell falsch läuft – und wie wir einander besser unterstützen können, um Hassgewalt wirksamer entgegenzutreten. Am Abend wird die Veranstaltung im Betroffenenort Bajszel fortgesetzt. Dort sollen Handlungsbedarfe benannt, Verantwortlichkeiten sichtbar gemacht und Raum für Austausch und Vernetzung geschaffen werden.

Die Fachveranstaltung „Betroffene schützen, bedrohte Räume stärken: Verantwortung bündeln gegen Hassgewalt“ ist aus der Arbeit des Schutzfonds und des Soforthilfefonds der Amadeu Antonio Stiftung entstanden. Im Mittelpunkt stehen Betroffene von Hassgewalt: Menschen und Orte, die bedroht, angegriffen oder eingeschüchtert werden und Unterstützung brauchen, um geschützt und handlungsfähig zu bleiben.

In der täglichen Praxis zeigt sich: Die Bedrohungslagen nehmen zu, die Unterstützungsbedarfe werden konkreter, und viele Betroffene erleben, dass Zuständigkeiten, Verfahren und Hilfsstrukturen nicht immer schnell genug ineinandergreifen. Zu oft bleibt Verantwortung zwischen Politik, Verwaltung, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft hängen.

Am 14. Oktober 2026 wollen wir deshalb in der Urania Berlin diejenigen zusammenbringen, die im Umgang mit Hassgewalt Verantwortung tragen und Wirkung erzeugen können: Zivilgesellschaft, Sicherheitsbehörden, Strafverfolgung, Politik, Wissenschaft, Journalismus und Betroffene.

Gemeinsam wollen wir fragen: Was läuft gesellschaftlich, politisch und institutionell falsch? Welche Dynamiken führen dazu, dass Bedrohung, Einschüchterung und Gewalt zunehmen? Und wie können die unterschiedlichen Akteur*innen einander besser unterstützen, statt Verantwortung weiterzugeben?

Thematisch geht es unter anderem um aktuelle Entwicklungen von Hassgewalt in Berlin, um Herausforderungen von Strafverfolgung und Prävention, um digitale Hassdynamiken sowie um queerfeindliche, islamistische, rechtsextreme, antisemitische, rassistische und weitere menschenfeindliche Bedrohungsdynamiken . Entscheidend ist die gemeinsame Frage, was Betroffene und bedrohte Orte brauchen, um geschützt und handlungsfähig zu bleiben.

Im Rahmen der Veranstaltung wird außerdem die neu aufgelegte Aktion Noteingang vorgestellt. In einem politischen Panel wird diskutiert, welche Verantwortung Land, Bezirke, Sicherheitsbehörden, Verwaltung und Zivilgesellschaft übernehmen müssen, damit Schutz nicht vom Zufall abhängt.

Im Anschluss an die Tagesveranstaltung findet ab 19:00 Uhr eine Abendveranstaltung im Betroffenenort Bajszel statt. Dort soll der Blick stärker auf konkrete Handlungsstränge gerichtet sein: Was muss sich ändern? Wer muss sich beteiligen? Welche politischen, finanziellen, rechtlichen und praktischen Schritte sind notwendig? Im Anschluss bleibt Zeit für Austausch, Begegnung und Vernetzung.


Wann
14. Oktober 2026 von 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Ort
An der Urania 17
Kleistsaal
10787 Berlin
Deutschland
Kontakt
Telefon: 015209368497 Durchw. 
Telefon: 015207857268 Durchw.