"Moment ... was
antworte ich darauf?" – Manchmal reichen wenige Sätze aus, um uns zu
überraschen oder sprachlos zu machen. Im beruflichen oder ehrenamtlichen Alltag
begegnen uns immer wieder verschwörungsideologische Erzählungen, menschenfeindliche
Aussagen oder demokratiefeindliche Positionen. Häufig kommen sie unerwartet; im
Beratungsgespräch, in einer Chatgruppe, im Kolleg*innenkreis oder in einer
kurzen Begegnung. Gerade dann fehlen oft die passenden Worte oder die Zeit,
ausführlich zu recherchieren.
In vielen dieser Gespräche sind nicht allein Fakten und Argumente entscheidend. Dennoch ist es wichtig, Desinformation einzuordnen,
menschenfeindlichen Aussagen zu widersprechen und demokratische Werte sichtbar
zu vertreten. Dafür braucht es nicht immer die perfekte Erwiderung, wohl aber
Orientierung, Handlungssicherheit und einen schnellen Zugang zu verlässlichen
Informationen und argumentativer Unterstützung.
Im #7 Resilienz-Stammtisch werfen wir einen Blick auf ModSupport2.0 - ein KI-Chatbot für Engagierte gegen Hass im Netz, der sich auch im hektischen Alltag nutzen lassen – sei es in einer kurzen Kaffeepause bei einem Termin oder zur Vorbereitung auf ein schwieriges Gespräch. In unserem kurzen Input lernen wir verschiedene Werkzeuge kennen, die dabei helfen können, Falschbehauptungen einzuordnen, passende Gegenargumente zu finden und die eigene Reaktionsfähigkeit zu stärken.
Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen:
- Was kann ich tun, wenn mich verschwörungsideologische oder menschenfeindliche Aussagen unvorbereitet treffen?
- Welche digitalen Werkzeuge unterstützen dabei, schnell verlässliche Informationen und Argumentationshilfen zu finden?
- Wie lassen sich diese Angebote sinnvoll in der eigenen Praxis einsetzen?
Raum für Austausch und Reflexion
Nach einem kurzen Input von Teresa Sündermann, Projektleitung (Amadeu Antonio Stiftung) öffnen wir den Raum für den persönliche Erfahrungsaustausch. Das Stammtisch-Format steht für einen offenen und zugleich möglichst geschützten Rahmen, in dem das informelle Miteinander und gemeinsames Nachdenken im Mittelpunkt stehen, mit Respekt, ohne Druck und mit viel Platz für individuelle Fragen, Zweifel und neue Ideen. Ziel ist es, voneinander zu lernen und durch den gemeinsamen Austausch gestärkt in die eigene Arbeit zurückzukehren.