Der antiweibliche Komplex im Rechtsextremismus. Analysen und Gegenstrategien

Rechtsextreme und autoritäre Bewegungen nutzen Antifeminismus, Misogynie und Angriffe auf Gleichstellung zunehmend als ideologischen Kern und Mobilisierungsinstrument. Abwertungen von Frauen*, sexualisierter Gewalt, Queerfeindlichkeit und die Bekämpfung feministischer Errungenschaften sind dabei eng mit demokratiefeindlichen Weltbildern und Gewaltlegitimationen verknüpft.

Wann? 24. März 2026 

Wo? Alice Salomon Hochschule Berlin, Alice Salomon Platz 5, 12627 Berlin

Eine Kooperation  der Fachstelle "Gender und Rechtsextremismus" der Amadeu Antonio Stiftung (AAS), der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH) und dem Institut für Rechtsextremismusforschung an der Universität Tübingen (IRex). Die Veranstaltung wird mitfinanziert von der Bundeszentrale für politische Bildung und ist als Bildungsveranstaltung anerkannt.

Worum geht's? Im Mittelpunkt der Tagung stehen die Fragen: 

  • Welche Angriffe richten sich aktuelle gegen Frauen* und geegen die Ziele eines Feminismus, der auf Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und den Abbau von Gewalt- und Machtverhältnissen abzielt? 

  • Welche Strategien der Prävention und Gegenwehr können in den Bereichen Bildung, Beratung, Soziale Arbeit, Schule, Hochschule und Zivilgesellschaft entwickelt werden? 

Ziel sind fachlicher Austausch, die Analyse und Einordnung aktueller Entwicklungen und ein gewinnbringender gegenseitiger Austausch. 

Bereits am Vorabend, den 23. März 2026, stellt Cynthia Miller-Idriss, Professorin an der American University in Washington DC und Leiterin des Forschungslab PERIL, ihr Buch "Man-Up!" im Kiezraum in Berlin Kreuzburg vor, das zentrale Impulse für die inhaltliche Ausrichtung der Tagung liefert. Die Anmeldung zur Lesung ist hier möglich. 

Programm für den 24. März 2026: 

09.30 Uhr - Begrüßung

10.00 - 11.30 Uhr - Podiumsgespräch: Perspektiven auf Antifeminismus heute - Analysen

  • mit Prof. Dr. Cynthia Miller-Idriss (PERIL, Washington DC), Prof. Dr. Esther Lehnert (ASH), Judith Rahner (Deutscher Frauenrat), Prof. Dr. Heike Radvan (IRex, Tübingen) 

11.30 - 12.00 Uhr - Pause

12.00 - 12.15 Uhr - Keynote: Autoritäre Männlichkeiten, Olaf Stuve (Dissens Institut für Bildung und Forschung e.V. / Universität Potsdam) 

12.25 - 12.40 Uhr - Keynote: Rechte Frauen on- und offline, Charlotte Heyl (M.A. ASH) 

12.45 - 13.45 Uhr - Mittagspause 

14.00 - 16.00 Uhr - Workshop-Phase

  • Workshop 1: Geschlechterreflektierende Jungenarbeit als Prävention, Lino Köhler und Till Dahlmüller (Dissens Institut für Bildung und Forschung e.V.) 

  • Workshop 2: Häusliche Gewalt als Teil von Antifeminismus, Anne Thiemann (Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen, BIG e.V.) 

  • Workshop 3: Antifeminismus an Hochschulen, Dr. Rebekka Blum (Universität Marburg)

  • Workshop 4: Umgang mit antifeministischen Angriffen auf frauen- und gleichstellungspolitische Arbeit, Ans Hartmann (Meldestellen Antifeminismus, Lola für Demokratie e.V. in Mecklenburg-Vorpommmern), Sabine Herberth (Take A Stand Against Antifeminism, Amadeu Antonio Stiftung) 

  • Workshop 5: Radikalisierung mittels Männlichkeitskonstruktionen im Fussball und Kampfsport, Robert Claus (Autor der Studie "Rechtsextremismus im Sport") 

16.00 - 16.30 Uhr - Abschluss und Tageszusammenfassung, Lea Lochau (Amadeu Antonio Stiftung)

Ende der Tagung: 16.30 Uhr

Moderation: Prof. Dr. Marion Mayer (ASH) 


Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme.

Wann
24. März 2026 von 09:30 Uhr bis 16:30 Uhr
Ort
Alice Salomon Platz 5
Alice Salomon Hochschule Berlin
12627 Berlin
Deutschland