Sie haben Haltung gezeigt. Jetzt sind wir alle gefragt.
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Liebe*r Leser*in,

 

vor sieben Jahren versuchte ein Rechtsextremer, die Synagoge in Halle zu stürmen und ein Massaker anzurichten. Als er nicht in die Synagoge eindringen konnte, erschoss er zwei Menschen.

 

Letzten Freitag – am Jahrestag des antisemitischen Terroranschlags – stellten sich jüdische Studierende vor derselben Synagoge einem anderen Rechtsextremen entgegen: Hans-Thomas Tillschneider, dem frisch gewählten Vizepräsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt.

 

Tillschneider ist ein rechtsextremer Hardliner, der selbst antisemitische Verschwörungserzählungen verbreitet. (1) Sein Versuch, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen, war pure Provokation. Das zeigt, was passiert, wenn Rechtsextreme Macht bekommen: Sie nutzen ihr Amt, um Menschen einzuschüchtern.

 

Doch damit kam er nicht durch. Jüdische Studierende bildeten eine Menschenkette und stoppten ihn. Sie zeigten Mut und Haltung – und sind damit ein Vorbild für uns alle. 

 

Auch an deutschen Hochschulen erleben jüdische Studierende täglich Antisemitismus, werden bedroht, bespuckt und angefeindet. 85 Prozent der jüdischen Studierenden fühlen sich an ihren Hochschulen nicht mehr sicher.

 

Das nehmen wir nicht länger hin. 

 

Gemeinsam mit der Jüdischen Studierendenunion (JSUD) starten wir pünktlich zum Semesterbeginn unsere deutschlandweite Kampagne gegen Antisemitismus an Hochschulen.

 

Unterzeichne jetzt unsere Petition und fordere besseren Schutz für jüdische Studierende!

Jüdische Studierende schützen – jetzt unterschreiben!

Die jüdischen Studierenden in Halle haben gezeigt, wie man Antisemiten die Stirn bietet. Jetzt sind wir alle gefragt. Damit sie beim nächsten Mal nicht wieder allein dastehen.

 

Weiterlesen & Mitmachen

Seit dem 7. Oktober 2023 ist Antisemitismus an deutschen Hochschulen noch sichtbarer und aggressiver geworden. Jüdische Studierende verbergen ihre Identität oder ziehen sich aus dem Campusleben zurück. Unser neues Lagebild Antisemitismus kannst Du hier nachlesen.

 

Einmal im Jahr zeichnen wir mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie die Menschen aus, die trotz Anfeindungen und Druck weitermachen und sich für eine offene Gesellschaft einsetzen. Zur Preisverleihung am 5. November in Dresden laden wir Dich herzlich ein. Anmelden kannst Du Dich hier.

 

Das macht Mut.

Was hilft gegen den Rechtsruck? Zusammenhalten! Ende September trafen sich 35 Engagierte aus Arnstadt und Kassel, um sich zu vernetzen und gemeinsam Ideen für Demokratie und Vielfalt zu entwickeln. 2027 soll es weitergehen. Denn gemeinsam können wir mehr bewegen!

 

Herzliche Grüße

Tahera Ameer

Vorständin der Amadeu Antonio Stiftung

 

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Quelle

1) AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen, Jüdische Allgemeine, 12.10.2026

Amadeu Antonio Stiftung
Karl-Marx-Allee 1
10178 Berlin
E-Mail: info@amadeu-antonio-stiftung.de
Tel.: +49 (0)30 240 886 10
Fax: +49 (0)30 240 886 22

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