Deine Argumentationshilfe für Gespräche mit AfD-Unterstützer*innen
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Liebe*r Leser*in,

 

es ist dieser kurze Moment, in dem die Luft wegbleibt: Ein abwertender Spruch fällt. Oder der Satz: „Die AfD ist doch eine ganz normale Partei!” Ein mulmiges Gefühl bleibt zurück: Wie antworte ich darauf, ohne den Familienfrieden zu stören – aber auch ohne das Entsetzen einfach herunterzuschlucken?

 

Die aktuellen Umfragewerte aus Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zeigen, was auf dem Spiel steht. Eine rechtsextreme Landesregierung ist plötzlich keine abstrakte Vorstellung mehr. Eine Wahlentscheidung für die AfD kein harmloser Denkzettel. Sie kann für Menschen, die von rechter Gewalt und Ausgrenzung betroffen sind, ganz konkrete Folgen haben, schürt Angst und setzt Engagierte und Ehrenamtliche, die sich für eine solidarische Gesellschaft einsetzen, massiv unter Druck.

 

Umso wichtiger ist es, dass wir AfD-Positionen nicht unwidersprochen lassen. Nicht im Parlament. Nicht im Freundeskreis. Und auch nicht zu Hause am Küchentisch.

 

Damit Du im Alltag nicht sprachlos bleibst, haben wir eine neue Argumentationshilfe für Dich entwickelt. Darin findest Du Antworten auf typische Stammtisch-Parolen und Denkanstöße für schwierige Gespräche.

 

Denn was unwidersprochen bleibt, kann schnell als normal und akzeptiert erscheinen. Aber für uns ist klar: Wer demokratiefeindlichen Aussagen ungefiltert Raum gibt, riskiert, die Werte einer liberalen Demokratie zu verwässern. Gerade deshalb lohnt es sich, nachzufragen, zu widersprechen und Haltung zu zeigen – auch wenn es manchmal unangenehm ist.  

 

Weiterlesen & Mitmachen

Keine One-Man-Show, sondern ein rechtsextremes Netzwerk: Hinter AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmunds freundlicher Wahlkampf-Fassade arbeiten ehemalige Neonazi-Kader und Aktivist*innen der „Identitären Bewegung“ an den Schaltstellen der AfD. Bei Belltower.News erfährst Du, wie eng die AfD in Sachsen-Anhalt mit dem rechtsextremen Vorfeld verbunden ist und wie ihre Marketing-Maschine läuft.

 

Was können wir von Zivilgesellschaften lernen, die schon länger unter Druck stehen? Am 9. September berichten Partner*innen aus Ungarn und der Slowakei unter dem Titel „Civil Society Under Pressure” online von ihren Erfahrungen und Strategien, um trotz autoritärer Politik handlungsfähig zu bleiben. Gemeinsam diskutieren wir, was wir daraus für die Demokratiearbeit in Deutschland lernen können. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt, es wird eine automatische Übersetzung geben.

 

Das macht Mut.

Was darf ich noch sagen? Wie gehe ich mit einer Weisung um, die möglicherweise nicht verfassungskonform ist? Was kommt mit einer AfD-Regierung auf uns zu? Das fragen sich gerade viele Beamt*innen, Lehrer*innen und Mitarbeitende im öffentlichen Dienst. Das Erste-Hilfe-Kit Demokratie bietet Orientierung! Der Leitfaden zeigt praxisnah, wie man mit kniffligen Fragen und stressigen Situationen umgehen kann – und macht Mut, die eigenen Handlungsspielräume zu nutzen. Der Leitsatz „Sei mutig – für Menschenwürde, Rechtsstaat und Demokratieprinzip“ ist heute wichtiger denn je. (1)

 

Herzliche Grüße

Timo Reinfrank

Vorstand der Amadeu Antonio Stiftung

 

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Quelle

1) Erste-Hilfe-Kit Demokratie, Verwaltung für Demokratie e.V., 23.5.2025

Amadeu Antonio Stiftung
Karl-Marx-Allee 1
10178 Berlin
E-Mail: info@amadeu-antonio-stiftung.de
Tel.: +49 (0)30 240 886 10
Fax: +49 (0)30 240 886 22

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