,
es ist ein Schock: Zum ersten Mal liegt die AfD in bundesweiten Umfragen vorne.
Die Lage ist ernst. Und trotzdem dürfen wir nicht die Hoffnung verlieren. Die AfD setzt darauf, dass Menschen resignieren. Doch genau das darf jetzt nicht passieren.
Hier sind drei Dinge, die mir Hoffnung machen:
Die AfD stellt sich gern als unbesiegbar dar. Doch bei den Kommunalwahlen in Ostdeutschland hat sie dieses Jahr bislang fast überall verloren. Dort, wo demokratische Parteien, Zivilgesellschaft und lokale Bündnisse gemeinsam Verantwortung übernommen haben, konnte die AfD gestoppt werden.
Viele Menschen organisieren sich gerade neu gegen Rechtsextremismus. Ob auf Demonstrationen, in Jugendclubs, Schulen, Vereinen oder kleinen Initiativen vor Ort: Menschen mit unterschiedlichen politischen Einstellungen arbeiten zusammen, weil sie verhindern wollen, dass Rechtsextreme weiter an Einfluss gewinnen. Genau diese Bündnisse machen Hoffnung.
Und noch etwas, das mir letzte Woche Hoffnung gemacht hat: Beim FernsehKrimi-Festival in Wiesbaden haben viele junge Autor*innen Geschichten über rechte Gewalt und Ausgrenzung vorgestellt. Mich hat berührt, wie selbstverständlich viele Kulturschaffende sagen: Wir müssen hinschauen und zeigen, was Hass mit Menschen macht und Geschichten über Solidarität, Mut und demokratischen Widerstand erzählen.
Weiterlesen & Mitmachen
Rechtsextreme werben direkt vor Schulen? Dagegen brauchen wir deine Unterstützung: Die AfD-Jugend „Generation Deutschland“ tourt durch Sachsen und baut Werbestände vor Schulhöfen auf. Das erinnert an die 90er, als Neonazis CDs an Jugendliche verteilten. Wir klären in einem Instagram-Post darüber auf. Teile den Beitrag und sorg dafür, dass Lehrkräfte und Schüler*innen Bescheid wissen!
Vom 18. bis 20. Mai sind wir auf der re:publica in Berlin! Unsere Kolleg*innen sprechen in zahlreichen Talks über die Dinge, die einen Unterschied machen: Wie man rechtsextremer Radikalisierung auf TikTok begegnet, wie Community Management gegen den Hass im Netz funktioniert und wie sich Zivilgesellschaft gegen Diffamierung wehren kann. Komm vorbei und sag Hallo!
Warum klare Haltung im Journalismus gerade jetzt entscheidend ist, erklärt Anna Hunger im Interview bei Belltower News. Sie macht deutlich, warum vermeintliche Neutralität gegenüber rechtsextremen Positionen in die Irre führt. Und weshalb Medien stärker einordnen, benennen und demokratische Stimmen sichtbar machen müssen.
Das macht Mut.
Der 8. Mai ist ein Tag der Befreiung. Doch Rechtsextreme versuchen jedes Jahr mit sogenannten „Trauermärschen“, die Geschichte umzudeuten und die Verbrechen des Nationalsozialismus zu relativieren. In Demmin in Mecklenburg-Vorpommern hat sich dagegen ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis organisiert: Am Wochenende standen dort rund 300 Nazis mehr als 2.000 Menschen entgegen, die Haltung gezeigt haben gegen Hass, Hetze und Geschichtsrevisionismus. Mit unserer Förderung konnten wir das Bündnis unterstützen – und sichtbar machen: Demokratischer Widerspruch wirkt.
Herzliche Grüße
Tahera Ameer
Vorständin der Amadeu Antonio Stiftung
P.S.: Dauerspenden helfen uns, unabhängig und verlässlich zu bleiben – gerade in Zeiten, in denen öffentliche Förderung unsicher wird und Rechtsextremismus zunimmt. Jetzt Dauerspende einrichten.
P.P.S.: Wenn dir dieser Newsletter weitergeleitet wurde, kannst du ihn hier direkt abonnieren.
|