Einladung zum Pressegespräch am 06. Oktober 2022, 10:00 Uhr
Vorstellung des Zivilgesellschaflichen Lagebilds Antisemitismus: documenta & Co. - Deutschland ringt um Antisemitismus
Die documenta fifteen zeigt, dass sich die Grenzen des Sagbaren in Bezug auf Antisemitismus verschoben haben: Die Sorgen und Warnungen von Jüdinnen und Juden werden systematisch ignoriert und israelbezogenem Antisemitismus öffentlichkeitswirksam die Bühne bereitet. Damit steht selbst ein Grundkonsens der Erinnerungskultur auf der Kippe. Der Umgang mit der documenta offenbart wie unter einem Brennglas, wo die Antisemitismusbekämpfung in Deutschland heutzutage steht.
Im Zivilgesellschaftlichen Lagebild kommt die Amadeu Antonio Stiftung deshalb zu dem Schluss: Deutschland hat keinen guten Umgang mit Antisemitismus.
Im Zuge der documenta wurden Sachverhalte zur Debatte gestellt, die nicht zur Debatte stehen dürften: Was Antisemitismus ist, wird grundsätzlich neu ausgehandelt. Die Amadeu Antonio Stiftung beobachtet auch: Terrorverherrlichung ist mittlerweile normalisiert, Rassismus und Antisemitismus werden in öffentlichen Debatten gegeneinander ausgespielt, während Rechtsextreme auf antisemitische Verschwörungsmythen zurückgreifen, um die Energieversorgungskrise für ihren “heißen Herbst” zu nutzen.
Im Pressegespräch stellt die Amadeu Antonio Stiftung ihre 5 Kernbeobachtungen zum Stand der Antisemitismusbekämpfung in Deutschland vor.
Das digitale Pressegespräch findet am 06. Oktober 2022 um 10 Uhr per Zoom statt.
Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich: https://amadeu-antonio-stiftung-de.zoom.us/webinar/register/WN_srF1_aU2SU6yd-vPLTFXqA
An dem Pressegespräch nehmen teil:
Nikolas Lelle stellt die fünf Kernbeobachtungen des zivilgesellschaftlichen Lagebilds vor. Marina Chernivsky analysiert die aktuelle Lage um Antisemitismus und die Wirkung aktueller Debatten auf die jüdische Community analysiert. Tahera Ameer moderiert das Pressegespräch.
Kontakt für Rückfragen:
Lorenz Blumenthaler | 030 240 886 16 | presse@amadeu-antonio-stiftung.de
Über die Amadeu Antonio Stiftung:
Seit ihrer Gründung 1998 ist es das Ziel der Amadeu Antonio Stiftung, eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich konsequent und überparteilich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wendet. Die gemeinnützige Stiftung steht unter der Schirmherrschaft von Wolfgang Thierse.
Über OFEK e.V.:
OFEK ist die erste Fachberatungsstelle in Deutschland, die auf Antisemitismus und Community-basierte Beratung spezialisiert ist. OFEK ist über die bundesweite Hotline, per Mail und auch per Chat erreichbar und in Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit eigenen Büros vertreten. Neben den regionalen Standorten der Beratung trägt OFEK in Sachsen und Sachsen-Anhalt zwei regionale Meldestellen.