Das Handy glüht förmlich in der Hand, weil die Kommentarspalte heiß läuft. Was mit einzelnen abwertenden Kommentaren beginnt, kann sich schnell zu gezielten Angriffen, digitalen Kampagnen oder massiver Verunsicherung entwickeln. Ob im Einzelnen oder als Gruppe: Menschen, die demokratische Zivilgesellschaft aktiv mitgestalten, sehen sich zunehmend mit Hate Speech, digitalen Anfeindungen oder orchestrierten Shitstorms konfrontiert. Gleichzeitig gehören auch subtilere Formen der digitalen Raumnahme längst zum Repertoire: Störstrategien, Umwegkommunikation, gezielte Provokationen oder das bewusste Verschieben von Debatten können Teams, Projekte und ganze Organisationen unter Druck setzen.
Verschwörungserzählungen spielen in diesen Dynamiken oft große eine Rolle. Die Verbindung von persönlichen Angriffen mit strategischer Delegitimierung schafft besondere Herausforderungen und wirkt sowohl auf individueller als auch auf organisationaler Ebene. Verunsicherung und emotionaler Belastung, Konflikte im Team oder Einschränkungen der eigenen Handlungsfähigkeit sind meist die Folgen.
Hier setzt der Resilienz-Stammtisch der Fachstelle Entschwörung an. In unserer regelmäßigen Veranstaltungsreihe unterstützen wir Haupt- und Ehrenamtliche dabei, ihre Widerstandsfähigkeit im Umgang mit gezielter Verunsicherung zu stärken – individuell, organisational und mit klarer Haltung.
Stammtisch #6: Hate Speech, Shitstorms und andere Störstrategien – Gut aufgestellt gegen
digitale Raumnahme
- Was bedeutet digitale Raumnahme konkret und wie gehen verschwörungsideologische Narrative damit einher?
- Wie erleben wir digitale Raumnahme in unserer Praxis – persönlich, im Team oder auf organisationaler Ebene?
- Welche Strategien und Strukturen helfen im Umgang mit digitalen Angriffen?
Raum für Austausch und Reflexion
Nach einem kurzen Input öffnen wir den Raum für den persönliche Erfahrungsaustausch. Das Stammtisch-Format steht für einen offenen und zugleich möglichst geschützten Rahmen, in dem das informelle Miteinander und gemeinsames Nachdenken im Mittelpunkt stehen, mit Respekt, ohne Druck und mit viel Platz für individuelle Fragen, Zweifel und neue Ideen. Ziel ist es, voneinander zu lernen und durch den gemeinsamen Austausch gestärkt in die eigene Arbeit zurückzukehren.