Vereine, Verbände und zivilgesellschaftliche Initiativen stehen unter wachsendem Druck: Kürzungen, unsichere Strukturen und ein raueres Klima erschweren die Arbeit. Engagierte werden zunehmend Ziel von Desinformation, Verschwörungsnarrativen und Delegitimierung, gegen die sachliche Argumente kaum wirken. Geteilte Realitäten schwinden, Polarisierung wächst und erschwert den Zusammenhalt. Engagierte sind zunehmend Anfeindung Unsicherheit und Dauerbelastung ausgesetzt. Das bleibt nicht ohne Wirkung: Ohnmacht, Erschöpfung und das Gefühl ständigen Gegenwinds begleiten Menschen, die sich gegen Hass und für demokratisches Engagement einsetzen.
Hier setzt der Resilienz-Stammtisch der Fachstelle Entschwörung an. In unserer regelmäßigen Veranstaltungsreihe unterstützen wir Haupt- und Ehrenamtliche dabei, ihre Widerstandsfähigkeit im Umgang mit gezielter Verunsicherung zu stärken – individuell, organisational und mit klarer Haltung.
Stammtisch #5: Was mich trägt – Selbstfürsorge, um demokratisch engagiert zu bleiben
Wir wollen gemeinsam diskutieren, was hilft, wenn der Druck von außen wächst und welche Strategien und konkreten Handlungsmöglichkeiten uns unterstützen. Es geht darum, Wege zu finden, mit Angriffen umzugehen, die sich nicht faktenbasiert widerlegen lassen, und dennoch klar Position zu beziehen. Im Mittelpunkt steht der Umgang mit Emotionen und Erschöpfung in herausfordernden Situationen. Damit stärken wir die eigene Handlungsfähigkeit im Umgang mit Desinformation und Verschwörungsnarrativen. Denn: Resilienz ist erlernbar und wächst im Austausch und in der Zusammenarbeit.
Konkrete Fragen für den fünften Stammtisch:
Wie gehe ich mit psychischem Druck im Engagement um?
Welche einfachen Resilienz-Strategien helfen, in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben?
Wie gelingt es, auch in schwierigen Situationen eine klare Haltung zu bewahren?
Raum für Austausch und Reflexion
Nach einem kurzen Input öffnen wir den Raum für den persönliche Erfahrungsaustausch. Das Stammtisch-Format steht für einen offenen und zugleich geschützten Rahmen, in dem das informelle Miteinander und gemeinsames Nachdenken im Mittelpunkt stehen, mit Respekt, ohne Druck und mit viel Platz für individuelle Fragen, Zweifel und neue Ideen. Ziel ist es, voneinander zu lernen und durch den gemeinsamen Austausch gestärkt in die eigene Arbeit zurückzukehren.